Samstag 20. August 2011 von Bruno Süess
Verkaufen heisst heute AAAPAV!
Verkaufen, verkaufen ist das ganze Leben. Sei es im privaten Bereich, oder im Geschäftsleben. Um Erfolg zu haben muss man verkaufen können. Kinder sind darin Meister, weil sie ganz natürlich, ohne es eigentlich zu wissen, automatisch AAAPAV anwenden und dabei sogar sehr erfolgreich sind. Besonders dann, wenn sie etwas ganz bestimmtes wollen.—-
Was habe ich schon für Verkaufschulungen gesehen, wo sogenannte “Spezialisten” lehren, man soll bestimmte Verse, Wort für Wort, auswendig lernen, um damit beim Kunden ein mehrmaliges Kopfnicken zu erzeugen. Und auf diese Weise würde der Kunde, fast von selbst, einen Auftrag “gerne” unterschreiben. ???
Jeder gute Verkäufer kennt in der Regel die englische Verkaufsformel:
AIDA !
A = Attention (Aufmerksamkeit)/ I = Interest (Interesse) / D = Desire (Wunsch)
A = Action (Aktion, Abschluss)
Hier die kurze Erklärung dazu:
Zuerst dem Kunden Aufmerksamkeit schenken, Interesse fördern, Wunsch wecken zu kaufen und später den Vertrag abschliessen.
AAAPAV ist eigentlich das erweiterte AIDA.
Und funktioniert im privaten, wie im geschäftlichen Bereich ausgezeichnet.
Neugierig? Möchtest Du wissen wie das funktioniert?
Es ist eigentlich kinderleicht und mit etwas Übung für jedermann umzusetzen.
(Hier erkläre ich mal kurz die einzelnen Schritte, in weitere Blogs, werde ich noch näher darauf eingehen)
A = Aufmerksamkeit, eigentlich der wichtigste Teil von AAAPAV. Hier geht es hauptsächlich darum eine gute Stimmung zu erzeugen, sich selbst zuerst zu verkaufen, eine gute Atmosphäre zu schaffen, ohne eigentlich ans Geschäft zu denken oder darüber zu sprechen. Sondern sich nur auf die Person zu konzentrieren, mit der wir jetzt Kontakt haben….Echtes persönliches Interesse zeigen. Wichtig: Eben nicht über das Geschäft sprechen, ausser der Kunde wünscht das. Dann aber gleich zur Analyse gehen. (Diese Phase kann eine Minute bis 20 Minuten dauern… oder vielleicht sogar länger)
A =Analyse, jetzt sprechen wir vom Geschäftlichen, Firma kurz vorstellen, …Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen? (W- Fragen) … zBsp. Was sind Ihre geschäftlichen Ziele? Was haben Sie schon erreicht? Wo möchten Sie hin? Wie kann ich Ihnen dabei helfen? Wo sind Sie tätig? In welchen Bereichen? Branche, Orte, Filialen, Partner, neue Produkte, Dienstleistungen, Messen, Ausstellungen… (Die Fragen können ganz individuell sein, je nach Produkt oder Dienstleistung) Wichtig: Antworten aufschreiben! Bedanken für die Auskünfte!
A =Angebot / Dank der vorherigen ausführlichen Analyse, ein ihm zugeschnittenes Angebot ausarbeiten und vorstellen und mit P = Prüfen weiterfahren.
P = Prüfen / Zusammen mit dem Kunden haben wir das Angebot erarbeitet und hatten auch Spass dabei. Nun geht es ans Prüfen:
Also Herr Meier, das ist richtig: Sie haben mir gesagt, dass Sie in diesen Branchen tätig sind: (Beispiel:) Schreinerei, Küchenbau ………JA
Ihre Kunden und zukünftige Interessenten finden Sie in der Umgebung von Zürich? In den Gebieten: Kreis 2, Kreis7, Kreis8 ………………………….JA
Sie besitzen noch Filialen im Kanton Aargau, Kanton Zürich? …… JA
und so weiter ….
Auf diese Weise holst Du Dir ein JA nach dem andern!
Und Du setzt den Kunden nie unter Druck. Er fühlt sich pudelwohl! Der Kunde entscheidet mit.
Und jetzt kommen wir zum Abschluss:
A = Abschluss / Also Herr Meier, Sie haben mir bei dem Angebot überall zugestimmt, darf ich davon ausgehen, dass wir diesen Auftrag ausführen dürfen? …………..meistens heisst es dann JA und wir haben den Auftrag in der Tasche…
Falls trotzdem ein NEIN kommt, erörtern wir, was noch nicht passt, und verhandeln so lange bis es für beide Seiten stimmt… und alle sind zufrieden.
Ist der Kunde zwar interessiert, aber der Zeitpunkt ist noch der Falsche kommen wir zu einem anderen besseren Zeitpunkt wieder… kein Problem
Zum Schluss kommt noch V für Verstärker
V = Verstärker / Egal ob wir nun den Vertrag bekommen haben oder nicht, bedanken wir uns für seine Zeit und auch für sein Vertrauen. Und fragen nach:
Herr Meier, kennen Sie jemanden, der von diesem grossartigen Angebot ebenfalls profitieren könnte?
1-3 Namen und Adressen aufschreiben …… und dann sind wir im Empfehlungsmarketing ( Das ist ein Thema für einen weiteren Blog)
Wenn wir so vorgehen, setzen wir den Kunden und auch uns nie unter Druck und das Verkaufen macht richtig Spass.
Besonders dann wenn man noch erfolgreich ist!
Viel Erfolg mit AAAPAV wünscht:
Euer Bruno Süess